Freitag, 6. Juli 2018

Norwegen Teil 1


Nach dem Abenteuer Norwegenurlaub im Wohnmobiel und dem sortieren von 1034 Bilder (nein ich bin noch nicht fertig damit), starte ich das zweite Abenteuer dazu. Schreibe über Deinen Urlaub und beschränke Dich dabei auf ein Bild pro Tag. Gestartet sind wir am 08.05. ab 18 Uhr recht unspektakulär bis Salzgitter. Der nächste Tag war ein Feiertag und wir wollten schon einen kleinen Vorsprung haben auf die Reisewelle. Meine erste Nacht im Wohnmobiel auf einem Seitenstreifen neben einem Abschlepper und vor der Tür eines guten Freundes. Ich kann darüber sinnierenund es ausschmücken, aber ich hab einfach nur gepennt ich war fix und alle.

10.05.18









Nach einem leckeren Frühstück haben wir uns angestellt und das ist bitte wörtlich zu nehmen. Vor Hamburg war schlimmer als in Hamburg, aber was solls wir mußten durch. Dafür sind wir mit einer super Regendusche belohnt worden genau zur Ankunft auf dem Zeltplatz. Wir hatten Asyl bei der Familie auf einem Platz diereckt an der Ostsee.


11.05.18 












Um das Ganze auch ein wenig mit Leben zu füllen und nicht nur im Campingstuhl sitzend zu verbringen, haben wir einen Ausflug nach Eckernförde gemacht. Wenn wir uns ganz viel Mühe geben können wir auch alle Klischees erfüllen die man so als Urlauber erbringen sollte. Strandspaziergang, örtliche Manufakturen besuchen (Schokoladen und Bonbonmanufaktur), Fischbrötchen essen, Schiffe im Hafen bestaunen und Bilder machen.

Durch die Straßen bummeln und Schaufenster schauen ist ja eigentlich nicht so mein Ding, aber es hat sich gelohnt wir haben noch einen Wasserkessel gefunden und eine Kanne für den Morgenkaffee. Dabei aber nicht irgendwelchen Tinnef zu kaufen fällt auch mir manchmal schwer, also immer schön überlegen was wird nach dem Urlaub damit. 

12.05.18











Wir müssen uns wieder auf dem Weg machen, schließlich sind wir zu diesem Urlaub aufgebrochen um voran zu kommen. Wir haben einen langen Weg heute, das Ziel heißt Skagen dort wo Ost- und Nordsee zusammentreffen und man die Wellen von zwei Seiten sehen kann. Also wenn man den Weg auf die elend lange Sandbank auf sich nimmt. Die Traktoren haben an diesem Tag ihre Arbeit bereits eingestellt und auch das Naturcenter hat seine Pforten bereits geschlossen. So bleibt uns nichts anderes übrig als die ersten Souvenirs auf dem Parkplatz zu erstehen. Bis in den Abend hoffen wir auch darauf das die Toiletten am Platz über Nacht offen bleiben. Unser Wunsch bereits um sechs Uhr den Campingplatz verlassen zu können brauchten einige Überlegungen des rothaarigen Mannes am Empfang. Er entschied sich dann aber dagegen die restlichen Bewohner bereits um diese Zeit mit unserem Diesel zu belästigen. Aber der Tipp mit dem Parkplatz war Gold Wert und beinahe noch schöner als bewacht zu schlafen.


13.05.18 











Beim Eintreffen im Hafen ist unsere Fähre noch nicht da, geschweige denn zu sehen. Am Empfangsterminal ist nichts los und so haben wir relativ zügig unsere Tickets und den Zettel für das Womo. Reihe 17 ist unsere mit der Bemerkung das wir „High“ sind und vermutlich ganz unten im Bauch des roten Riesen stehen werden. Mit der Zeit füllt sich der Parkplatz reichlich und wir beginnen langsam zu begreifen das wir nicht die ersten sein werden die das Schiff befahren und verlassen. Es braucht schon ein wenig Orientierungsgabe um alles an seinen Platz zu geleiten. Die Motorräder verschwinden im Schlund und wir sehen sie auch erst in Norwegen wieder, wenn er sie wieder ausspuckt. Nur gut das wir satte 2,80m in der Höhe haben sonst hätte ich mich mang den ganzen LKW doch etwas fehl am Platz gefühlt. Jetzt heißt es Rucksack schnappen und ab den Kahn erkunden, schließlich müssen wir das gebuchte Büfett finden. Fisch satt für mich schon um halb zehn, für diesen Tag bin ich schon mal glücklich und zufrieden was soll das noch toppen. Eindrücke prasseln auf mich ein die ich gar nicht alle so schnell erfassen kann. Ablegen, Hafen verlassen, Massen von Menschen die in Etappen durch das Frühstück geschleust und platziert werden, Sonne auf dem Außendeck und ein bitter kalter Wind der mir in den Haaren wühlt, und dann das Wasser, Massen davon ohne ein Ende sehen zu können die nächsten drei Stunden sicher. Ich fühle mich als wäre ich fünf und hätte das erste Mal einen Lolli im Mund. Ich bin sprachlos und das will was heißen. Mein hamburgisch gelassener Gegenpart sieht das alles etwas unaufgeregter, jo schön.


14.05.18










Nach dem Anlegen der Fähre haben wir einen kleinen Spannungsmoment, Kontrolle oder nicht. Aber wir sind anscheinend Vertrauenswürdig genug umso das Land erkunden zu dürfen. Also dann tritt mal die kleine Rümpelkiste. Das aus der Stadt kommen ist im ersten Moment gar nicht so einfach wie gedacht, einen Baustelle bringt und kurz vom richtigen Kurs ab. Aber wie machen das die Tiere, einmal schütteln und gut, in unserem Fall ist es ein Kreisverkehr der uns wieder auf die Spur bringt. Das mit den Kreisverkehren wird uns noch auf der Reise einiges Kopfzerbrechen bereiten und einige Fragen aufwerfen. Wir finden unseren Weg wieder und sind schnell auf Spur. Landstraße so viel wie möglich, heißt die Devise in den kommenden Tagen. Mautpflichtige Europastraße nur im Notfall und wenn es drückt. Auch das werden wir schon am nächsten Tag merken. Wir kommen an diesem Tag noch bis Slovika (wo bekomme ich die norwegischen Buchstaben her?) zu unserem ersten Campingplatz auf norwegischen Boden. Was wir hier erleben wird uns über die ganze reise begleiten. Wenn niemand da ist einfach rauf, Platz suchen, einrichten irgendwann kommt einer und man bezahlt. Entspannt und Vertrauensvoll 😊.  Die meisten Dauercamper sind Anfang Mai auch noch nicht eingezogen und so haben auf den meisten Plätzen viel Ruhe, mehr als sowieso schon.

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